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Altlast Eppsteinerstr Oberursel - das BUND Dossier Januar 2014
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29. Januar 2014
20:13
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WaldBock
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Das IMAGE bewahren … das is nun gründlich im After, denke ich!

Zum Hessentag fordert unser BM noch auf, die Besucher mit schön hergerichteten Balkonen zu empfangen – andererseits verschweigt man, dass zeitgleich an einem Ort, wo tausende Besucher entlang strömen, giftiges Zeuch im Boden liegt und auch ggf. in der Luft. Zumal dort wohl auch Lebensmittel vertrieben wurden an einem Stand.

Welcher “Image-Schaden” is wohl größer?

Der, sich insgeheim und nun offiziell Vorwürfe machen lassen zu müssen, man sei aufgrund von mangelhafter oder teils gar keiner Information, mitverantwortlich für chronische Erkrankung oder gar das Ableben einzelner Stadt-Bürger sowie der gesundheitlichen Beeinträchtigung sich länger dort aufhaltender Personen –

Oder der, das zeitlich begrenzt ein bestimmtes Gebiet um die Eppsteiner Straße einfach gemieden werden muss?

Letzterer “Schaden” verfliegt irgendwann und zeugt von Verantwortungsbewusstsein, Menschlichkeit und Transparanz. Wäre eigentlich was lobenswertes – die Stadt ist nicht der Verursacher, sondern beseitigt immerhin!

Doch ersteres scheint mir persönlich nach den Erkenntnissen der Fall und es gibt für mich keinen größeren Image-Schaden und Vertrauensverlust, wenn wissentlich die Gefährdung von Leib und Leben außer acht gelassen wird und es einfach nur um den momentanen Glanz und Bruhm geht!

DAS lässt alles im Schatten stehen!

… bleibt abzuwarten, wie das Ganze denn dann “aufgedröselt” aussieht 

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Bernd at Lokki

Seltsam ... wir 'jungen' sollen "nicht vergessen" was einst geschah so von wegen Krieg und so ... Doch schaue ich mir das Treiben der predigenden, teils BETAGTEN Politiker an, so frage ich mich angesichts deren Machenschaften und des wackligen Weltfriedens, warum ihre 'Predigten' vom Nicht-Vergessen sich so wenig in ihren eigenen Taten widerspiegeln.

29. Januar 2014
21:21
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Bernd at Lokki
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Von einem “wahren Giftcocktail” aus leichtflüchtigen hallogenierten Kohlewasserstoffen, Benzol, PCB und Arsen berichten sowohl HR als auch MainTower in ihren TV-Spots.

Im Rathaus sei es schwer nachvollziehbar, ob es einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem “Cocktail” gibt (wobei diese Frage aber auch nicht DAS zentrale Thema ist)

Der zentrale Vorwurf besteht doch vielmehr darin, dass man die Bürger seit 2004 anscheinend nicht aufrichtig informiert hat !?

Ein Parlamentarier erwähnte vor kurzem einmal den Begriff “Herrschaftswissen”
Mir war das Wort damals schon unsympathisch (aber erst jetzt erschliesst sich dessen wahre Bedeutung)
:-(

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WaldBock
29. Januar 2014
21:33
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Lothar Weise
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Christof Fink (im Fernsehbeitrag des HR): “Es gibt hier eine unterschiedliche Wahrnehmung und eine unterschiedliche Darstellung der Fakten durch uns und von Frau Dr. Eisenhardt Rothe im Namen des BUND.”

Wikipedia erklärt Fakt bzw. Tatsache folgendermaßen: “… ein wirklicher, nachweisbarer, bestehender, wahrer oder anerkannter Sachverhalt.”

In vorliegendem Fall ist meiner Meinung nach die Darstellung oder Wahrnehmung der Fakten ziemlich irrelevant. Die Fakten/Tatsachen bleiben bestehen. Kranke, Tote, Verharmlosung, Einschüchterung, mangelnde Aufklärung etc.

War das obige TV-Zitat jetzt schon ein kleiner Rückzieher, nachdem einen Tag vorher in der Zeitung noch von einer “Vermischung von Fakten, Wertung, Vorwürfen und Unterstellungen” die Rede war?

Was mir in gleichem Zeitungsartikel zum Thema Abtragung der Häuser noch auffällt: “…was das für ein Aufwand gewesen wäre.”. Sprich: Was das ein Geld gekostet hätte (spricht hier wirklich ein Grüner?). Geld, das beim Hessentag, beim Bau eines Prestige-Schwimmbades und einer Prestige-Kreuzung gefehlt hätte. Ich entschuldige mich schon einmal im Voraus für diese Vermischung von Fakten, Wertung, Vorwurf und Unterstellung.

 

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WaldBock, Bernd at Lokki
29. Januar 2014
21:11
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Heinz Renner
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Das Verhalten des Magistrats und der Verwaltung ist mehr als erläuterungsbedürftig.
…. Daneben stellt sich aber auch die Frage, wie oft der Fall auf der Agenda des Bau-und Umweltausschusses stand und wie oft der Fall in “nicht öffentlicher Sitzung” behandelt wurde?
… Davon ausgehend stellt sich dann die Frage, warum alle Fraktionen und viele Stadtverordnete über Jahre geschwiegen haben?
Davon ausgehend ist nicht auszuschliessen, dass es in Oberursel ähnliche Fälle gibt???

29. Januar 2014
21:26
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Sandrine Heiskel-Engel
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Streuen teilen informieren.
Aber der Bürger ist träge und die Regierung nutzt das aus.

30. Januar 2014
01:31
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Graham Tappenden
Oberursel
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Ich war heute Nachmittag bei der Pressekonferenz im Rathaus dabei. Es ist erwähnenswert, dass der Raum wirklich voll war. Ich glaube, so voll habe ich es das letzte Mal erlebt, als das Hessentags-Defizit bekanntgegeben wurde.

Das BUND Dossier hatte ich natürlich im Voraus gelesen.

In der ersten Hälfte hat Erster Stadtrat Christof Fink das Gespräch geführt, danach würden Fragen gestellt.

Seitens der Stadt waren Bürgermeister Hans-Georg Brum und Jens Gessner (Abteilungsleiter GB-65-651 – Umwelt, Naturschutz und Energie) sowie Prof. Dr. Thomas Eikmann von der Institut für Hygene und Umweltmedizin an der Universität Gießen. (Weitere Personen waren auch anwesend, sagten jedoch nichts.)

Das betroffene Grundstück wurde von der Stadt in den 70er Jahren erworben. Es handelt sich um ein “gefangenes Grundstück”, von dem man im Rathaus nicht mehr weiß, warum die Stadt es gekauft hat.

Im Jahr 2002 ist man auf die Verunreinigungen gestoßen und holte danach Gutachten bzw. suchte Möglichkeiten das Problem zu lösen. Ein Method hätte 15 Jahre gedauert.

Ein anderes Method, das “Auskoffern”, also wenn ich es richtig verstanden habe, einfach das ausheben und wegtransportieren der betroffenen Erde um dies woanders zu reinigen, hätte eine Baugrube von 15m Tiefe bedeutet, dazu noch das Einhausen des Hofs und Lkw-Ladeplatzes, sowie verstärkte Lkw-Verkehr in der Eppsteiner Straße. Außerdem hätte man die benachbarten Häuser absichern müssen, damit die Erde nicht in die Grube einstürzt.

So ist man auf das Dampf-Luft-Injektionsverfahren (DLI) gekommen, um den Boden mit Dampf und Kohlefilter schrittweise zu reinigen. Ich verstehe das so, dass man an eine bestimmte Stelle Dampf in den Boden drückt, und um diese Röhre gibt es eine weit größere Röhre, die den Dampf wieder abfängt.

Als “Experiment” war es, dass dieses Verfahren bisher nicht in stark tonhaltigen Böden angewendet wurde, ein solches ist aber am Grundstück vorhanden. Deswegen hat man länger gebraucht mit der Aktion anzufangen, weil man noch untersucht hat ob dadurch das Grundwasser oder die Brunnen betroffen werden könnten:

Hierzu Christof Fink: “Es ist zu keine Verunreinigungen des Grundwassers gekommen”.

Vor der Sanierung wurde 1m des Oberbodens abgetragen und in der Bodenreinigungsanlage Flörsheim-Wicker entsorgt. Hier widerspricht die Stadt die Aussagen der BUND und behauptet dies auch nachweisen zu können, da die Menge an Erde bescheinigt wurde.

Seit 2012 ist ein Meßprogramm durchgeführt worden, um die Meßwerte zu überwachen. Die Sanierung an sich begann im Januar 2013, so dass man auch vorher offensichtlich gemessen hat. Hierzu gehören Raumluftmessungen bis in Groenhoffstraße und in den Räumen der Häuser. Dies widerspricht die Karte auf S. 16 des BUND Dossiers.

Bisher soll es kein Anlaß Aufgrund der Meßwerte die Bewohner anders unterzubringen. Einmal ist eine Familie trotzdem anderweitig untergebracht worden, da Bohrmaßnahmen unter dem Haus notwendig waren.

Uns wurde erzählt, dass die Anwohner einen Ansprechpartner bei der Stadt haben, und dass dies sonst positiv aufgenommen wurde. 5 Personen nehmen an einem “Gesundheitsmonitoring” teil. Hierzu sagte Prof. Dr. Eikmann, “wenn es medizinisch erforderlich wäre, die Bewohner rauszuziehen, hätten wir es gesagt”, und betonte, dass alles dokumentiert wäre und könnte nachgelesen werden.

Ein Haus dort soll seit Jahren unbewohnbar sein und zwar aus einem anderen Grund, der uns allerdings nicht genannt wurde.

Christof Fink erklärte der Laden sei bereits im Herbst 2012 aufgegeben worden, bevor der Pilotbetrieb der Sanierung begann.

Hans-Georg Brum kritisierte das Dokument der BUND scharf: “Vieles im Dossier ist aneinander gereiht und sogar fahrlässig dargestellt”. Er ist verwundet, dass Frau G. erst von der Sache im Jahr 2012 erfahren hat, denn sie wohnt schon seit 2006 dort und in dieser Zeit sind auch Messungen durchgeführt worden. Es sagte auch “wie können nicht vorstellen, daß die Krankheiten in Zusammenhang mit der Arbeit liegen”.

Christof Fink widersprach den Vorwurf vom BUND, das Grundwasser würde mit 6g LHKW täglich kontaminiert werden. Prof. Dr. Eikmann war der Meinung, dass eventuell am Anfang etwas durch die Probebohrungen ins Grundwasser hätte verschleppt werden können. Die Stadtwerke bestätigt auch, dass der Trinkwasser nicht kontaminiert ist.

Als dritte Punkt widersprach er den Vorwurf vom BUND, er hätte die Bilder des erkrankten Kindes nicht angesehen. Fr.G. wäre im Rathaus gewesen und hätte ihn die Bilder gezeigt. “Ich kann die Lüge von Fr. Dr. v. Eisenhart Rothe nicht nachvollziehen” sagte er. Ein Rechtsanwalt prüft nun rechtliche Schritte wegen “verleumdnerische Äußerungen”.

Trotzdem, so Hans-Georg-Brum, müssen die Krankheiten geklärt werden.

Zum Vorwurf über die Informationspolitik, uns wurde erzählt, dass die Bewohner gezielt per Brief informiert wurden. Ich habe das so verstanden, dass dadurch die Mieter dies auch hätten bekommen sollen. Außerdem wäre viele Informationen an die Presse gegangen, was die Linksammlung hier vielleicht auch belegt. Auch in meinem Archiv sind auch Presseinformationen dazu vorhanden, z.B. PM Nr. 177 und 495 im Jahr 2012 vor Beginn der Schritte der Bodensanierung, sowie einen Ortstermin auf der Baustelle im Juni 2013.

Interessant war die Frage von der Vertreterin von hrInfo: “was will die BUND mit dem Dossier bezwecken?” Ich finde es interessant, dass bei der Pressekonferenz und im BUND Dossier die Menschen nur mit Buchstaben gekennzeichet werden (z.B. “Fr.G.”), die gleiche Bewohner jedoch heute Abend im Hessenfernsehen mit kompletten Namen eingeblendet ihre Interviews gaben. Auch war beim Ortstermin es seitens der Grundstückseigentümer nicht gewünscht, Aufnahmen vom Haus zu machen, sondern nur von der Sanierungsmaßnahme. Vom Haus sind aber Bilder im Dossier aber abgebildet.

Eine letzte Information gab es, und zwar zu den Kosten, wobei es auch betont wurde, dass die Kosten hier nicht im Vordergrund stehen sondern die Gesundheit der Bewohner.

Bisher hat die Aktion €900,000 gekostet, davon sind €300,000 eine Förderung vom Land Hessen.

Ich hoffe, ich habe alles von der Pressekonferenz richtig wiedergegeben. Sollte ich etwas falsch verstanden haben, wäre es schon wenn die Teilnehmer mich informieren würden.

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30. Januar 2014
10:10
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Gabriela Wolki
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In dem veröffentlichten Dossier übt der BUND – Hochtaunus Kritik an der Vorgehensweise.
In dem vom BUND verbreiteten Dokument werden eine Fülle von zum Teil sachlich unrichtigen, den Kontext grob verfälschenden Unterstellungen gegenüber Einzelpersonen auf Seiten der Stadt und der beteiligten Institutionen und Unternehmen getätigt.
Die Stadt sieht sich deshalb in der Verantwortung sowohl gegenüber den direkt von der Sanierung Betroffenen als auch der allgemeinen Öffentlichkeit, den Sachverhalt richtigzustellen.

Die ausführliche Pressemitteilung der Stadt Oberursel (Taunus) finden Sie unter folgendem Link:
http://www.oberursel.de/nc/rathaus/verwaltung/pressemitteilungen/pressemitteilung/article/bodensanierung-in-der-eppsteiner-strasse/

 

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Franz Zenker
30. Januar 2014
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Lothar Weise
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Schade, dass ich bei der Konferenz nicht dabei sein konnte. Das hätte ich mir gerne einmal live angesehen. Wobei… eigentlich lieber nicht. Ich rege mich so schon genug über die Haltung der Stadt auf.

Zitat aus der heutigen FR: “Ein Zusammenhang zwischen der Erkrankung mehrerer Menschen und der Altlastensanierung sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen.” Die im Dossier erwähnten Krankheitsbilder sind typisch für Vergiftungen mit den im Boden lagernden Stoffen (meine Frau ist Neurologiin und hat das recherchiert und bestätigt). Wie kommt die Stadt zu so einer Aussage?Noch dazu, wo im Dossier das Gutachten der HUG Geoconsult folgendermaßen zitiert wird: “Da bei den Anwohnern Gesundheitsschädigungen aufgetreten sind, die im Zusammenhang mit der jahrelangen bzw. jahrzehntelangen Exposition betrachtet werden müssen, …”. Liegen mittlerweile anderweitige medizinische Gutachten vor? Warum wird zu den Krankheitsfällen in der Pressemitteilung der Stadt keine Stellung bezogen?

Warum wird die Information und Betreuung der Anwohner ab Januar 2012 so hervorgehoben? Die Ausmaß der Verseuchung ist schon viel länger bekannt gewesen. Ein Gesundheitsmonitoring oder auch nur der Hinweis der Anwohner auf mögliche Gesundheitsschäden vor Beginn der Sanierungen hat anscheinend nicht stattgefunden.

Graham Tappenden: Svenja Goldbeck wohnte nicht seit 2006 dort, sondern hat dort 2009 einen Laden gemietet. Wenn sie über die Altlasten informiert worden wäre, hätte sie den Laden bestimmt nicht bezogen.

Zitat Graham Tappenden: “Christof Fink erklärte der Laden sei bereits im Herbst 2012 aufgegeben worden, bevor der Pilotbetrieb der Sanierung begann.” In der Pressemitteilung der Stadt heisst es: “Mit den Sanierungsarbeiten wurde im Mai 2012 begonnen.” Wie passt das zusammen? Die Erkrankungen wurden außerdem nie in Zusammenhang mit der Aufnahme des Pilotbetriebs gestellt. Warum wird so ein Kommentar fallen gelassen? Warum behauptet Bürgermeister Brum in der Pressesitzung, die Stadt könne sich nicht vorstellen, dass die Krankheiten im Zusammenhang mit den Arbeiten stehen. Was hat Vorstellungskraft damit zu tun?

Im Dossier steht: “Der erste Stadtrat der Stadt Oberursel, Christof Fink, weigerte sich, die Bilder des akut erkrankten Kindes anzusehen.” Svenja Goldbeck erzählte mir sinngemäß kurz nach ihrem Besuch bei der Stadt, sie hätte Fink die Bilder tatsächlich vor die Nase halten müssen, da er sie nicht sehen wollte. Sprich: Er hat sie gesehen, aber erst nachdem er sich zuvor geweigert hatte. Also haben BUND und Fink im Grunde beide Recht mit ihren Aussagen, allerdings hier von Verleumdung zu reden und rechtliche Schritte anzudrohen ist vollkommen überzogen und entbehrt jeglicher Grundlage.

Warum schafft es die Stadt nicht, Stellung zu Massnahmen vor Beginn der Sanierungsarbeiten zu nehmen? Warum ist keine der Fragen im BUND-Dossier bisher beantwortet?

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Gisela Gruetzmacher
30. Januar 2014
11:25
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Lothar Weise
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Hier Links zur aktuellen Tagespresse:

30.01.2014 Frankfurter Rundschau: Stadt Oberursel verteidigt sich

30.01.2014 Frankfurter Rundschau: “Kein Arzt wusste, was ich habe”

30.01.2014 Taunus Zeitung: Bis zu 8 Tonnen Gift (noch nicht freigeschaltet)

Der TZ-Artikel vom 28.01.2014 ist übrigens mittlerweile freigeschaltet: Anklage auf 21 Seiten

 

Und hier eine aktuelle Pressemitteilung des BUND als Reaktion auf die Zeitungsartikel:

“Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang erhalten Sie Auszüge aus Original-Dokumenten, die wir persönlich im Rathaus eingesehen und als Kopie bekommen haben. Wir können die Aussagen der Stadt vor diesem Hintergrund nur noch mit größter Verwunderung zur Kenntnis nehmen und einer rechtlichen Auseinandersetzung vor dem Faktenhintergrund äußerst gelassen entgegen sehen.

Sie erhalten: 1. Auszüge aus dem Abschlussbericht der VEGAS Gruppe (Uni Stuttgart) darin steht wörtlich zur Kontamination des Grundwassers während des Experimentes: Seite 60: “Bei Nicht-Erfassung durch eine Grundwasserförderung kann der Eintrag bzw. eine Verfrachtung con ca 6g/d LHKW in das Grundwasser abgeschätzt werden. ” Anmerkung: 6g sind 6.000.000 mikrogramm (ug) Seite 61: “Der Betrieb einer Kondensat- bzw Grundwasserförderung in allen Extraktionsbrunnen wird empfohlen, um die heißen schadstoffhaltigen Dämpfe durch die kondensatfreie Filterfläche über die Bodenluftabsaugung zu erfassen und eine geringe Verfrachtung der LHKW im Grundwasser durch anfallendes Kondensat zu vermeiden.”

2. Auszüge aus den Messprotokollen, die die Kontamination des Grundwassers während des Experimentes belegen.

3. Aussagen zur Dauer der Dampfdrucksanierung Seite 61: “Mit einem Abbau der Anlage und Rückbau des Feldes kann im Mai 2016 zu rechnen sein”.

4. Wir fügen eine Karte aus dem Gutachten 17.7.2009 an. Bitte beachten Sie, dass die Werte in den unterlegten grauen Kästchen alte Werte sind, in den weißen Kasten, die aktuelleren. Auffällig ist, dass in 2009 keine Wasseruntersuchungen Beachten Sie bitte ebenso die Einheit. Bsp: LHKW Gehalt 65.000ug pro Liter Wasser, 207 mg pro m3 Bodenluft (alte Messung), neuer Messung von 2009: 926mg pro m3 Bodenluft gleich 926.000 ug pro m3 Bodenluft. Wasser wurde nicht gemessen.

5. Die Aussagen von Professor Eickmann bzgl seiner Schweigepflicht über eine Person, die er nie gesehen hat, haben in diesem Zusammenhang nur noch parodistischen Wert.

6. Unsere Kritik an der angewendeten Technik erneuern wir hiermit anhand des angehängten Schemas.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia von Eisenhart Rothe”

Hier die Links zu den Anhängen:

17072009lhkw Konzentrationen in Luft und Stauwasser

Schema der Sanierung des Bodens in der Eppsteinerstraße In Oberursel

VEGAS Abschlussber Auszug

VEGAS Messtabellen Grundwasser kontaminiert

 

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Gisela Gruetzmacher
30. Januar 2014
09:48
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Gerd Krämer
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Nochmal zur Erinnerung. Die Presse berichtete bereits 2012 über die Angelegenheit: Eine Altlast und die Angst davor 1
Sanierungsarbeiten in der Eppsteiner Straße beschäftigen jetzt auch die Politik
In der Eppsteiner Straße hat ein Chemiebetrieb vor Jahrzehnten den Boden mit Schadstoffen verunreinigt. Die Sanierung ist schwierig.
Oberursel.

Link zum Artikel in der Taunus Zeitung vom 09.11.2012

30. Januar 2014
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HR 3 berichtet in 15 Minuten über die Altlasten in der Eppsteiner Straße in Oberursel

– Denny Hürdenbrandt auf Facebook

30. Januar 2014
14:29
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Sandrine Heiskel-Engel
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LEST DIESES DOSSIER!
21 Seiten, die einen wütend machen.
Ich teile dieses Dokument jetzt an alle Gruppen Oberursel betreffend weiter.
Ich hoffe, Ihr tut es auch.
Ich wünsche mir, dass die Herrschaften im Rathaus zur Rechenschaft gezogen werden.

https://www.facebook.com/download/692792004075191/Dossier__Altlast_Epssteinerstr_Oberursel_27012014.pdf

30. Januar 2014
14:58
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wir sollten uns aktiv wehren – sonst denken die herren, sie koennen weiterhin mit uns so umspringen…

– Marion Vey auf Facebook

 

30. Januar 2014
16:03
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Sandrine Heiskel-Engel
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was schlägst Du vor?

30. Januar 2014
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Detlef Hochrieser
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Politiker stehen immer besser dar als das Volk.Sonst währen dies sogenannten Volksverdreher inder freien Wirtschaft nicht lebensfähig

30. Januar 2014
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Detlef Hochrieser
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Es ist wichtig dieses Dossier weiterzuleiten an viele Oberurseler.Vieleicht weis ein Ehrbare Rechtsanwalt ob es nicht möglich ist diese Politiker und Verursacher wegen Totschlag oder sogar Mordes anzuklagen

30. Januar 2014
16:47
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Sandrine Heiskel-Engel
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Danke für die klaren wahren Worte!

30. Januar 2014
17:04
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Graham Tappenden
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Graham Tappenden: Svenja Goldbeck wohnte nicht seit 2006 dort, sondern hat dort 2009 einen Laden gemietet. Wenn sie über die Altlasten informiert worden wäre, hätte sie den Laden bestimmt nicht bezogen.

Zitat Graham Tappenden: “Christof Fink erklärte der Laden sei bereits im Herbst 2012 aufgegeben worden, bevor der Pilotbetrieb der Sanierung begann.” In der Pressemitteilung der Stadt heisst es: “Mit den Sanierungsarbeiten wurde im Mai 2012 begonnen.” Wie passt das zusammen? 

Ich habe meine Notizen zu diesen 2 Punkten nochmal durchgelesen und ich habe die Aussagen so aufgeschrieben.  Sollten dies Falsch oder Falsch aufgeschrieben sein, kann vielleicht Christof Fink hier die Sache aufklären.

--
Graham Tappenden
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30. Januar 2014
18:33
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Nach meiner Erinnerung wurde in dem pressegespräch darauf hingewiesen, dass es in der Mitteilung an dieser Stelle “Mai 2013” heissen sollte. Auf Seite 7 heisst es dann auch: Im Januar 2013 wurde der Betrieb der Sanierungsanlage aufgenommen und im Mai 2013 konnte mit dem Pilotbetrieb der DLI begonnen werden – die eigentliche Sanierungsphase startete im Dezember 2013.
– Goetz Nawroth auf Facebook

30. Januar 2014
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Lothar Weise
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@ Goetz Nawroth: Der Mai 2012 stimmt schon – das wollte ich nicht anzweifeln. Da wurde mit der Abtragung des Bodens begonnen. Was für mich nicht zusammen passt, ist, dass die ganze Zeit von Seiten der Stadt ein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen der Familie Goldbeck und den Sanierungsarbeiten angezweifelt wird. Es geht doch aber hauptsächlich darum, dass jemand mehr als drei Jahre lang über einer Giftgrube sitzt, stundenlang dort arbeitet und von nichts weiß.

Dass während der Sanierung schlampig gearbeitet wurde, kommt natürlich noch erschwerend dazu. Die Fotobeweise dazu habe ich gesehen: Die verstaubte Auslage vor dem Geschäft, Arbeiter ohne jegliche Schutzausrüstung etc.

Die Frage bleibt weiterhin bestehen: Was hat die Stadt vor Beginn der Sanierungsarbeiten zum Schutz und zur Information der Anwohner unternommen – konkret in der Zeit zwischen 2004 und dem Beginn der Sanierungsarbeiten 2012.

Zitat Pressemitteilung der Stadt vom 30.01.2014:

“Vor Beginn der Arbeiten wurden im Januar 2012 die betroffenen Anwohner über die geplante Sanierung informiert, zunächst mit einem Vortrag, im Mai 2012 zusätzlich über den bevorstehenden Maßnahmenbeginn. Daneben erfolgte die Information der Öffentlichkeit über die Presse, u.a. auch bei Terminen auf der Baustelle. Den gesamten Verfahrensverlauf begleitend wurden die städtischen Gremien unterrichtet.”

Wie wurden die Anwohner auf den “Vortrag” hingewiesen? Wieviele Personen haben daran teilgenommen? Was wurde dort mitgeteilt? Wie wurde sichergestellt, dass auch nicht anwesende Anwohner informiert werden? Wann erfolgte “die Information der Öffentlichkeit über die Presse”? Ich finde zumindest bei TZ und FR lediglich Artikel ab Ende 2012 (Suche nach “Eppsteiner Straße Oberursel”), nachdem der BUND erstmals auf die Missstände hingewiesen hat. Wenn also die Presse informiert wurde, hat sie es anscheinend nicht für wichtig befunden, darüber zu schreiben.

Oder ist vielleicht dieser Vortrag gemeint? Dann hätte man vielleicht etwas konkreter die Anwohner ansprechen sollen Confused

Je mehr ich mich mit der Sache beschäftige, umso mehr Fragen stellen sich mir. Und das schon alleine, wenn ich nur die in diesem Thread veröffentlichten Links verfolge und ein wenig im Internet recherchiere…

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WaldBock

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